Zur Herstellung qualitativ hochwertiger pulvermetallurgisch hergestellter
Erzeugnisse spielt die Porosität des gesinterten Werkstückes eine entscheidende
Rolle. So weist zum Beispiel die DIN ISO 4505 folgende Einteilung der
Restporosität im Hartmetall aus.
A02 = 0.02 % (vol.)Porengröße bis 10 µm
B02 = 0.02 % (vol.) Porengröße im Bereich 10 – 25 µm
B00 = keine Poren im Bereich 10 – 25 µm
Als Fehlstellen haben solche Poren einen großen Einfluss auf die mechanischen
Eigenschaften des Werkstoffs. So sinken Dauer- und Ermüdungsfestigkeit mit
zunehmender Anzahl und Größe der Poren ab. Die Fehlstellen sind der
Ausgangspunkt für Risse im Gefüge welche sich nach und nach im Bauteil
ausbreiten. Das gleiche gilt für Bauteile welche einer Wechselbeanspruchung
unterliegen.
Durch das Beseitigen der Restporen können
die Risse im Gefüge weitgehend vermieden werden. Eine vorhandene Restporosität
kann nicht durch nachträgliche reine Druckbehandlung beseitigt werden. Zur
Reduzierung der Porosität in Hartmetall sind zwei Methoden entwickelt worden.
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Weiter mit: 2. heißisostatisches Pressen (Nachverdichtungsprozess)
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